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Gertrud von Helfta


Hoch überm Himmel ist ein König, erfasst von Sehnsucht nach dir. Aus vollem Herzen liebt er dich, er liebt über jedes Maß. Er selbst liebt dich so zärtlich, er selber hat dich lieb so treulich, dass deinetwegen er sein Königreich verließ in Demut.“
Exercitia spiritualia III,32-34


Gertrud von Helfta wird am 6.Januar 1256 geboren. Im Alter von 5 Jahren kommt sie in das Zisterzienserinnenkloster in Helfta bei Eisleben. Dort wird sie von der Äbtissin Gertrud von Hackeborn (1232 - 1292) erzogen.

Unter der Führung von Gertrud von Hackeborn entwickelt sich Helfta zu einem blühenden Frauenkloster. Die Schwestern erhalten eine hervorragende philologische, theologische und liturgische Bildung. Einige von Ihnen werden große Mystikerinnen: Gertrud von Hackeborn, Mechthild von Magdeburg, Mechthild von Hackeborn und Gertrud von Helfta.

Am 27.Januar 1281 hat Gertrud ihr Bekehrungserlebnis, das ihr Leben verändert. Ihre mystischen Erfahrungen, die sie und ihre Mitschwestern in mehreren Werken schriftlich festhalten, zeugen von der Begegnung mit Gott, der Liebe ist, der nichts anderes will, als jedem Menschen nahe zu sein und sich mit ihm zu vereinen. Der Mensch, ein Staubkorn im Weltall, winzig und nichtig, er gewinnt in dieser Liebe unendlichen Wert und eine unantastbare Würde, kann seine Kräfte und Begabungen entfalten und selbst lieben lernen. Nicht durch eigene Anstrengung und Leistung, nicht durch eigenes Streben, Mühen und Üben verändert der Mensch sich und sein Leben zum Guten, sondern indem er sich ganz ergreifen lässt von der Liebe Gottes wird er fähig zur Liebe.
Gertrud von Helfta stirbt am 16.November 1301. Ihre Schriften werden für die katholische Frömmigkeit von großer Bedeutung.
Ihre „Schule der Liebe“ kann uns heute zeigen, wie Bildung geschieht und von welchen Voraussetzungen sie lebt.



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Sr. M. Birgit Reutemann

stellvertretender Schulleiter

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