• Willkommen zurück !!!

Herzlich willkommen an der Schule St. Gertrudis, Mädchenrealschule und Gymnasium

Unser Jahresmotto:
"Wie herrlich ist es, dass niemand eine Minute zu warten braucht, um damit zu beginnen, die Welt langsam zu verändern!"
Anne Frank, 26. März 1944

 

SMV Aktion: Help for Blau-Gelb

Die politische Situation in der Ukraine beeinflusste im letzten Halbjahr selbstverständlich auch den Schulalltag an St. Gertrudis. Der Wunsch, als Schulgemeinschaft aktiv zu werden, war sehr präsent und so meldeten sich unterschiedliche Klassen und Gruppen bei der SMV mit dem Anliegen, einen Beitrag leisten zu wollen, um den Menschen in der Ukraine und auch Geflüchteten allgemein zu helfen. Diese Einzelaktionen wurden von einem SMV-Team rund um die Schülersprecher*innen Emma Weiß, Frida Elfert und Romy Stirner aufgenommen und unter dem Titel Help for blau-gelb“ zusammengefasst und koordiniert. „Wir mussten einfach helfen und was tun“, so Emma Weiß über die Beweggründe der Schülerschaft. Die Verbindungslehrer*innen Frederike Prinz, Bettina Kopp und Gabriel Stengel standen ihnen dabei helfend zur Seite, so dass verschiedene Aktionen durchgeführt wurden:

Den Anfang machte die Klasse G8a mit ihrem selbst organisierten Kuchenverkauf in der Aula. Hierfür wurden auch zahlreiche Eltern mit ins Boot geholt, welche die Kuchen extra an die Schule brachten. Dies war der Auftakt für die weiteren Spendenaktionen, um eine finanzielle Grundlage zu bekommen. So schloss sich die Klasse R5a dem Projekt an und verkaufte selbstgebastelte Osterdekoration, welche Sie in Teilen aus Upcycling-Produkten hergestellt hatte.

Um das Ganze auch seelisch und psychisch aufzufangen, gab es einen von der Spirit-AG vorbereiteten Morgenimpuls und ein Friedensgebet, welches die gesamte Schule an einem Montagmorgen betete. Als Zeichen nach außen wurden weiße, gelbe und blaue Friedenstauben gebastelt und an die Fenster gehängt. 

Des Weiteren war auch die Aufklärung der Schüler*innen über den Krieg ein wichtiger Baustein des Projektes, weshalb die Gemeinschaftskunde-Fachschaft Infotafeln mit kindgerechten Informationen zur aktuellen politischen Situation und den Rahmenbedingungen gestaltete. Hierbei gab es auch die Möglichkeit über das Anpinnen von Notizzetteln Fragen zu stellen, welche dann von den Fachlehrern beantwortet wurden. Auch Sorgen und Ängste wurden hier an der Infowand thematisiert und aufgefangen. Zudem wurden auch einzelne Klassen besucht, um dort zu informieren. „Ängste auffangen, Aufklärung betreiben, Fake News und Vorurteilen entgegenwirken,“, so fasst Gabriel Stengel diesen Teil des Projektes zusammen. Schließlich seien Schulen ein „wichtiger Bestandteil der wehrhaften Demokratie“.

Zusätzlich wurden Infoflyer entworfen, damit die Schüler*innen wissen, woher sie gut recherchierte und richtige Informationen bekommen und wie sie konkret, auch im Kleinen, helfen können. Diese Anregungen bekamen auch die Eltern. Infowand und Flyer wurden durch die Kunstlehrerin Ina Hutter aufbereitet, Inhalte lieferte die Verbindungslehrerin Frederike Prinz.

Kurz vor Ostern startete dann eine weitere Aktion im Rahmen des Projekts: Die Osterbrot-Backaktion. Hierbei konnte jede Klasse ein typisch russisch-ukrainisches Osterbrot bestellen – um auch den Gemeinsamkeiten zwischen der Ukraine und Russland Ausdruck zu verleihen. Natürlich wurden die Brote selbst gebacken: Entweder von freiwilligen Bäcker*innen zu Hause, welche ein Rezept erhielten und das Brot dann mit zur Schule brachten, oder von einigen Schüler*innen in der Schulküche unter Anleitung von AES-Lehrerin Bettina Kopp. „Besonders schön war, dass sich auch geflüchtete, ukrainische Familien an dieser Aktion beteiligten, ebenso wie Familien mit russischem Migrationshintergrund“, so Schülersprecherin Romy Stirner. Frida Elfert ergänzt zufrieden: „Von Klasse 5 bis zum Abijahrgang war alles vertreten, was für einen intakten Schulgeist spricht und zu unseren Werten passt.“ Insgesamt wurden auch hier über 1000 € gesammelt, gepaart mit der Hoffnung, dass nicht nur Liebe, sondern auch Frieden durch den Magen geht.

Ein Revival, und damit auch den vorläufigen Höhepunkt der Aktion, erlebten die traditionellen „Begegnungstage“. In der Vergangenheit gab es diese Nachmittage häufig mit syrischen Familien an St. Gertrudis. Diese Idee wurde nun wieder aufgegriffen und so führte die SMV am 20. Juli einen Spiele- und Begegnungsnachmittag für geflüchtete Kinder in der LEA durch. LEA Leiter Berthold Weiß freute sich über den Besuch und gab eine informative Führung durch und Einblick in die LEA. Anschließend wurden die neun Stationen aufgebaut und es gab alles, was Kinderherzen höherschlagen lässt: von Sackhüpfen über Kinderschminken und Eierlaufen war alles dabei. Besonders großen Anklang bei den hohen Temperaturen fanden natürlich die Spiele mit Wasser. Überall war lautes Lachen und Jauchzen zu hören und die Kinder wuselten mit ihren Laufzetteln auf dem LEA Gelände bei der Kinderbetreuung umher. Sprachbarrieren? Kein Problem: Mit Händen, Füßen und durch Vormachen wurden die Spiele erklärt. Parallel dazu gab es für die Kinder und ihre Angehörigen selbstgebackene Kuchen.

Durch die gesammelten Spenden ist nun zudem gewährleistet, dass auch im kommenden Schuljahr Projekte für und mit Geflüchteten durchgeführt werden können. „Wir sind sehr stolz auf unsere Schüler*innen, dass sie so viel Empathie und Eigeninitiative gezeigt haben und so ein großes Projekt gestemmt haben. Ein Paradebeispiel für die gute Zusammenarbeit zwischen Schülerschaft, Eltern und Kollegium“, so der stellvertretende Schulleiter Dr. Jörg Wagner. Er dankte dabei allen Beteiligten herzlich.

Einen kleinen Film über das Schulprojekt stellte die Film-AG zusammen. Dieser ist auf dem YouTube Kanal der St. Gertrudis zu finden.

Videos auf YouTube

Was ist die Sange?

Imagefilm

Song: Interventora

Help for Blau-Gelb

Moderne LED-Beleuchtung für das Haus Franziskus

Energetische Sanierung von Haus Klara

Digitalisierungsoffensive