Das "Demokratie-Mobil" machte Halt an St. Gertrudis

Zum "Tag der offenen Tür 2019" hatte die FS Gemeinschaftskunde alle Besucher zu einem spannenden Projekt eingeladen: das Demokratie Mobil. Ein durch die die Zusammenarbeit der Diözese und der Landeszentrale für politische Bildung entstandenes Projekt, welches das Demokratieverständnis und die Grundrechte fördern möchte und sich vor allem an junge Menschen richtet, sich bei den diesjährigen Kommunal- und Europawahlen einzumischen und Farbe zu bekennen.

Mit dem Quizrad, den Mitmachaktionen und vielen Impulsen fand das Mobil regen Zulauf und vereinte dabei zwei wichtige Zweige von St. Gertrudis: das religiöse Profil und die politische Bildung.

Juniorwahl zum EU-Parlament

Für Ellwangen war der 26. Mai 2019 ein Superwahltag:

  • Kommunalwahl (Ortschaftsräte, Gemeinderat, Kreistag)
  • OB Wahl
  • Europawahl

Deshalb natürlich auch klar, dass der GK K1 Kurs von Herrn Stengel dies zum Anlass nahm, um mit den Klassen G10 und der K1 einen "Crash-Kurs 26/5" durchzuführen. Hierbei wurde nicht nur das etwas komplizierte Wahlverfahren der Kommunalebene in Form eines von den Schülerinnen und Schülern angeleiteten Workshops erläutert und aufgefrischt, sondern im Rahmen der "Juniorwahl", welche bundesweit an Schulen durchgeführt wird, die Wahl zum EU-Parlament simuliert.

Zudem wurden die Häuser mit auffälligen Apellen "geschmückt" die die Bedeutung von Wahlen unterstreichen sollten. Somit wurden eben nicht nur unsere Erstwähler, sondern alle Schülerinnen und Schüler für das Thema sensibilisiert.

„Mission AUSGEBECHERT“ gewinnt Demokratie- und Nachhaltigkeitspreis

An St. Gertrudis ist es Tradition, dass ein jedes Schuljahr unter einem Motto steht. Im Schuljahr 2017/2018 war das Jahresmotto an eine Aussage Papst Franziskus angelehnt: „Die Erde ist unser gemeinsames Haus“. Dies nahm der damalige K1 Gemeinschaftskundekurs von Herrn Stengel zum Anlass die Schule auf Nachhaltigkeit hin zu untersuchen. Dabei wurden einige Schwachstellen aufgedeckt und die Mädels stellten fest, dass die braunen Plastikweinwegbecher des Kaffee- und Kakaoautomaten in der Aula eines der größten Probleme darstellen, werden doch in jedem Schuljahr 4000-5000 Becher dafür verschwendet. Umweltschutz und schonender Umgang mit unseren Ressourcen sieht sicherlich anders aus. Deshalb wollte man eine nachhaltige und umweltfreundliche Alternative suchen, denn schließlich galt und gilt es „unser gemeinsame Haus“ auch zu bewahren und sauber halten. 
Nach der ersten Konzeption und der Grundidee wurden verschiedene Händler, Hersteller und Konzepte angefragt, bis man ein Unternehmen ausfindig machen konnte, das nahezu alle Anforderungen die man sich gestellt hatte auch erfüllen konnte:

  • Ein Unternehmen, welches in Deutschland produziert, um die Transportwege und Transportkosten möglichst gering zu halten. Zudem sollen keine Arbeitskräfte in Billiglohnländern dafür ausgenutzt werden. 
  • Ein Unternehmen, welches in Deutschland produziert, um die Transportwege und Transportkosten möglichst gering zu halten. Zudem sollen keine Arbeitskräfte in Billiglohnländern dafür ausgenutzt werden. 
  • Ein deutsches Unternehmen, um die heimische / regionale Wirtschaft zu stärken
  • Ein Unternehmen, welches klimaneutral produziert
  • Stabile Tassen aus Porzellan, damit sie auch in die Klassenzimmer mitgenommen werden können und ein weitestgehend natürlicher Rohstoff verwendet wird
  • Deckel und Banderolen ohne chemische Zusatzstoffe und Weichmacher
  • Eine passende Größe und individuelles Design sollten möglich sein

Nach dem Finden eines Händlers stand das Design auf der Agenda. Hierbei wurden erneut Schüler befragt und um den Zusammenhalt und die Identifikation der Schulgemeinschaft zu stärken, entschied man sich für weiße Tassen mit den Schulfarben burgundrot und grau: das Schullogo wurde burgundrot und der Deckel und die Banderole grau. Auf den Boden wurde das Couragelogo geprägt und der Abijahrgang der Courage-Mädels, welche damit sichtbare (nachhaltige) Spuren hinterlassen haben. 
Zur Finanzierung trug unter anderem das Preisgeld für den ersten Platz beim „Preis für Demokratie und Nachhaltigkeit“ der Stiftung Katholische Freie Schule der Diözese Rottenburg-Stuttgart bei, welcher dieses Jahr zum ersten Mal in Obermarchtal bei einem kleinen Festakt verliehen wurde. Herr Stengel nahm den Preis stellvertretend für den GK Abikurs 2019 entgegen. Der Verkauf der Becher soll im November starten und wird von den aktuellen K1 und K2 Gemeinschaftskundekursen übernommen.