Inklusionsseminar 2017 in Bad Liebenzell – Das ist mir wichtig. Ideen und Werte

Bei diesem Erlebnis- und Begegnungsseminar wollte man verschiedene Lebensvorstellungen kennenlernen und vor allem Schülerinnen und Schüler aus Sonder- und Förderschulen mit Realschülern und Gymnasiasten zusammenbringen. Die Leitung übernahm Monika Greiner, die schon seit Jahren für die Landeszentrale für politische Bildung Seminare veranstaltet. Dieses Seminar fand zwischen Montag, den 25. September 2017, und Freitag, den 29. September 2017, statt. Im Folgenden werden nun die Tagesabläufe geschildert, die von sechs Schülerinnen des Gymnasiums St. Gertrudis verfasst wurden. 

Am Montagmorgen haben wir uns auf den Weg von Ellwangen nach Bad Liebenzell zum Inklusionsseminar mit dem Zug gemacht. Als wir nach einer guten Reise ankamen, mussten wir erstmals zur Burg laufen, wo das Seminar stattfand. Oben angekommen wurden gleich unsere Zimmer eingeteilt. Wir bekamen ein Dreibettzimmer und drei Einzelzimmer. Nach dem Mittagessen wurden alle Teilnehmer begrüßt und anschließend gab es eine kleine Führung. Danach wurden wir in drei verschiedene Workshops eingeteilt, in denen wir die ganze Woche an einem Projekt arbeiteten. Zur Auswahl standen Leuchtkunst bei Thomas Heger, Akrobatikkunst bei Martin Bukovsek und Theaterkunst bei Gabriele Sponner. Nach dem Abendessen war die erste Chorprobe, an der alle teilnahmen und die jeden Abend bei Jörg Hilger stattfand. Zu guter Letzt veranstalteten wir noch ein Quiz.

Am Dienstag begann der Tag nach dem Frühstück mit der Arbeit in den Workshops. Nachdem es Mittagessen gab, trafen drei Gäste ein. Diese hielten Vorträge über ihren Lebensweg. Wir hörten interessante Dinge aus dem Leben einer Lebensmittelretterin bei Foodsharing, einer Jüdin und einer Tierschützerin bei PETA. Anschließend hatten wir viel Freizeit und nach dem Abendessen und der Chorprobe ging es dann auch schon wieder ins Bett.

Wie jeden Morgen haben wir am Mittwoch mit einem gemeinsamen leckeren Frühstück den Tag begonnen. Nach einem kurzen Auftakt ging es wieder an die Workshoparbeit. In Folge dessen haben wir zu Mittag gegessen und danach sind wir mit dem Bus nach Pforzheim gefahren. Wir haben uns das Panorama "Rom 312" in zwei Gruppen unterteilt angesehen, welches sehr interessant war und auf jeden Fall sehenswert ist. Angrenzend daran haben wir das Friedensdenkmal "der Trommler" von Michael Sandle beim Pforzheimer Landratsamt besucht und sind schließlich über den Wallberg zurück nach Bad Liebenzell gefahren. Im Anschluss daran gab es Abendessen und die vorletzte Chorprobe. Zusammen haben wir für den Abschluss des Tages den Film "Little Buddha" angesehen.

Am Donnerstag gab es wie immer um 8.00 Uhr Frühstück. Danach sind wir zu Fuß nach Bad Liebenzell in den Sophi Park gelaufen. Einen kurzen Zwischenstopp legten wir bei der Liebenzeller Marzipan- und Schokoladenmanufaktur ein. Im Soft Philosophy, kurz Sophi Park, bildeten wir Gruppen und bekamen Aufgaben, die wir im Park erledigen mussten. Nachdem alle Gruppen die Aufgaben, wie zum Beispiel einen Spruch, der im Park aushing, auf ein Plakat als Graffiti zu malen, fertig hatten, bekamen wir ein Buch über den Park und durften die Mitgründerin Ines Veith kennenlernen. Nach dem Mittagessen hatten wir die letzte Chorprobe.

Anschließend wurden in den Workshops die letzten Vorbereitungen für die abendliche Präsentation getroffen. Als unsere Gäste nach dem Abendessen eintrafen, begann die Vorstellung. Angefangen wurde mit der Akrobatikkunst, die sich selber "die Hochstapler" nannten. Sie zeigten zum Beispiel Menschen-Pyramiden und wollten damit Zusammenhalt ausdrücken. Weiter ging es mit der Leuchtkunst, die sich "Glühwürmchen" nannten. Diese Gruppe zeigte, was sie in den paar Tagen gebaut hatten. Sie hatten beispielsweise aus Modelliermasse eigene Häuser gebaut, die mit Teelichtern beleuchtet waren. Dann kam die Theaterkunstgruppe "Girls without limits", die auch von Jörg Hilger unterstützt wurde. Das Theaterstück hieß "An der Arche um Acht". Als letztes wurde der Chorworkshop vorgestellt. An diesem Abend wurden alle Lieder, die wir in den Tagen zuvor gelernt hatten, vorgeführt. Diese Lieder waren: "We shall overcome", "Liebe ist alles", "Ein bisschen Frieden" und unser selbstgeschriebenes Lied "Das ist mir wichtig". Der letzte Tag fing wie gewohnt mit dem Frühstück an. Danach hatten wir noch Zeit unsere Zimmer aufzuräumen und die Koffer zu packen. Um 10.00 Uhr trafen sich alle noch einmal und blickten auf die vergangenen Tage zurück. Jeder gab ein Feedback und natürlich auch Verbesserungsvorschläge. Dann war es auch schon Zeit sich zu verabschieden. Der Abschied fiel jedem schwer, denn die schöne Zeit war viel zu schnell zu Ende und unsere neuen Freunde mussten uns verlassen. Bei einigen flossen sogar ein paar Tränchen. Schließlich machten wir uns auf den Weg zum Bahnhof und fuhren mit dem IC zurück nach Ellwangen, wo wir schon freudig erwartet wurden.

v.l.n.r. Gabriele Sponner, Lucie Neckermann, Rabea Bölstler, Sarah Weingärtner, Ruth Kirchberger, Magdalena Dunkel, Linda Schneider, sowie Jörg Hilger