27.02.2024

St. Gertrudis erfolgreich bei "Jugend forscht 2024"

Auch in diesem Jahr wurden die Forschungsarbeiten der Schülerinnen und Schüler vom Gymnasium St. Gertrudis beim JugendForscht Regionalwettbewerb Ostwürttemberg an der Hochschule Aalen mit drei Preisen ausgezeichnet.

Im Fachgebiet Technik hat Anna-Sophie Haas mit dem Thema Wärmerückgewinnung von Abwasser einen hervorragenden zweiten Preis erhalten. Sie konnte dabei mit verschiedenen Modellen zeigen, dass eine Wärmerückgewinnung durch die vorhandenen Kunststoffrohre nicht möglich ist und erst durch den Einsatz besser wärmeleitender Metallrohre und bei einer Temperaturdifferenz von über 25° zwischen dem Abwasser und dem zu erwärmenden Wasser gute Ergebnisse zu erzielen sind.

Der Blob, bekannt als Horror-Organismus aus einem Science Fiction Film, ist in Wirklichkeit ein harmloser gelber Schleimpilz. Salvatore Vitacca und Katharina Jung haben untersucht, durch welche intrazellulären Mechanismen diese Chemotaxis beeinflusst wird. Dazu haben sie das Wachstum vieler Blobs bei der Futtersuche (Haferflocken) unter verschiedenen Bedingungen beobachtet. Ihre Arbeit wurde mit einem 2. Platz im Fachgebiet Biologie, gestiftet durch die Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungseinrichtungen und mit einem Sonderpreis, ein Jahresabonnement Bild der Wissenschaft, ausgezeichnet.

In einem weiteren Projekt haben Seraphina Weiß und Sarah Köder den Einfluß von UV-Licht und Infrarot-Licht auf das Wachstum des Blob untersucht und beobachtet, dass der Blob unter IR Licht schneller und unter UV-Licht langsamer gewachsen ist. Außerdem haben sie den Blob mit Haferflocken gefüttert, die mit Textmarker angefärbt waren. Der Blob hat dadurch Textmarker aufgenommen, wie die Forscherinnen durch das Aufleuchten des Blob unter UV-Licht feststellen konnten.

Der Klimawandel beeinträchtigt die Landwirtschaft durch längere Trockenperioden. Elisa Rruga und Lillyi Vetter haben mit verschiedenen Küchenkräutern untersucht, ob quellfähige Bodenwasserspeicher Dürreschäden bei Pflanzen verhindern können.  Sie haben herausgefunden, dass abhängig von klimatischen Bedingungen und Pflanzenart Bodenwasserspeicher Dürreschäden verhindern können. Für diese Arbeit aus dem Fachgebiet Geo- und Raumwissenschaften wurden die Schülerinnen mit einen 2. Preis (gestiftet vom Stern) und einem Sonderpreis, Jahresabonnement von Geo, ausgezeichnet.

Den Sonderpreis für Umwelttechnik erhielt die Arbeitsgruppe Nele Arlinghaus, Lucie Wucherpfennig und Emily Hammele für ihre Drehscheibe für Körperbehinderte, die die Vorteile längere Lebensdauer, austauschbare Komponenten und wiederverwertbare Materialien besitzt.

Die Arbeiten wurden von Anton Gösele und Dr. Alexander Mülsch betreut. Anton Gösele erhielt für beispielhafte Förderung junger Talente als Sonderpreis einen Workshop für Projektbetreuende, das Gymnasium St. Gertrudis wurde für das besondere Engagement zur Förderung von MINT-interessierten Schülerinnen und Schülern  mit dem Schulpreis Baden-Württemberg geehrt, gestiftet durch die IHK Ostwürttemberg.