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„Und dann kam Marley…“ – Das Projekt Schulhund an St. Gertrudis

Wir, die Klasse G6b, wurden für das Schulhund - Projekt ausgewählt. Heute möchte ich euch davon berichten. 

Das Ziel dieses Projektes ist, dass die Klasse ihre Klassenzimmer Dienste zuverlässig erfüllt, sich im Unterricht leise verhält, die Lernatmosphäre angenehm sowie konzentriert ist und bleibt, und manchen Schülern die Angst vor Hunden nimmt.

In der 5. Klasse wurde uns Anfang Herbst mitgeteilt, dass der Hund unserer damaligen Deutsch - und Religionslehrerin Frau Stäbe nun im Mittagsunterricht zu uns in die Klasse kommen würde. Bevor das aber umgesetzt wurde, klärten wir mit Frau Stäbe, wie wir uns in Anwesenheit ihres Westhighland White Terriers namens Marley verhalten sollten. Marleys Hundetrainerin Anja kam ebenfalls noch zu uns in die Klasse, bevor Marley kommen würde, um mit uns die ausgemachten Regeln noch einmal durchzugehen.

Wir besprachen Regeln wie:

  • Nicht den Hund bedrängen
  • Locke den Hund nicht mit Leckerlies oder ähnlichem
  • Kehre vor dem Unterricht sauber durch
  • Entsorge den Rest - und Papiermüll
  • Wasche vor - und nach dem Unterricht deine Hände
  • Achte beim Aufstehen darauf, wo sich Marley befindet

Und noch einige mehr...

Dann kam Marley das erste Mal in die Klasse: Wir erkannten, dass es viele Vorteile in der Klasse hervorbrachte und der Mittagsunterricht entspannter und konzentrierter ablief, und wir nicht nur im Mittagsunterricht ruhiger geworden sind, sondern auch in anderen Fächern.

Bis zu den Sommerferien fand der ganz normale Religionsunterricht statt, nur eben mit Marley. Heute, in der 6. Klasse, kommt Marley immer noch zu uns in den Mittagsunterricht.

Anja, Marleys Hundetrainerin, kommt immer wieder zu uns in die Mittagsschule, um zu schauen, ob es Marley auch gut bei seiner "Arbeit" geht. Kürzlich brachte sie ihre schneeweiße Schäferhündin Dakota mit. In diesen 2 Schulstunden waren wir im Forum unserer Schule St. Gertrudis. In einem Stuhlkreis, bei dem erst Mal nur Marley dabei war, besprachen wir welche Ängste wir vor Hunden haben und was wir machen sollten, wenn ein fremder Hund auf uns zu sprintet.

Dann ging's nach draußen. Anja holte Dakota aus dem Auto und kam zu uns auf den Bolzplatz. Wir verschafften uns einen Überblick, wer Angst vor Dakota hatte und wer nicht. Anja machte mit uns und Dakota ein paar Übungen, z.B., was der Hund macht, wenn man vor ihm weg rennt und was wenn man ihn gar nicht beachtet. Am Ende trauten sich alle, sogar die, die Angst hatten, Dakota zu streicheln. Vielen hat das geholfen, sorgloser mit fremden Hunden umzugehen. 

Also fassen wir zusammen: Das Projekt Schulhund zeigt positive Auswirkungen auf die gesamte Klasse und auf jede einzelne Schülerin.

Luisa, G6b