
Erasmus+ ist das Programm der Europäischen Union für allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport und fördert die europaweite Zusammenarbeit in allen Bildungsbereichen. Zwischen 2021 und 2027 steht dazu ein Gesamtbudget von rund 26 Milliarden Euro zur Verfügung. Der Schulbereich erhält über drei Milliarden Euro. Ein Hauptziel des Programms im Schulbereich ist es, Schulen dabei zu unterstützen, internationalen Austausch zu organisieren und Auslandsaufenthalte für Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte zu ermöglichen.
Projekte
Internationales Austauschprojekt (Mailand/Italien, Almería/Spanien, Pouilly en Auxois/Frankreich), 2026
Das internationale Projekt Wasser verbindet: Ein europäisches Projekt für den nachhaltigen Umgang mit Trinkwasser ist unser Weg, den internationalen Dialog und die Förderung von Toleranz in unserem Schulalltag weiter zu verankern. Neben Schülerinnen aus den Klassen G8/R8, G9/R9 sowie G10 der Schule St. Gertrudis nehmen unterschiedliche Partnerschulen teil:
iis Castiglioni Limbiate (Mailand), Italien
IES Bahía de Almería (Almería), Spanien
MFR Auxois Sud Morvan (Pouilly en Auxois), Frankreich
Während der Austausche besuchen die Schüler:innen gemeinsam Orte, die für die lokale Wasserversorgung von entscheidender Bedeutung sind. Geplant ist in Deutschland eine Führung durch die Anlage und die Ausstellung „Erlebniswelt Grundwasser“ im Wasserwerk Langenau, einem der größten und modernsten Wasserwerke Europas. Es werden auch Begegnungen mit lokalen Experten organisiert, um mehr über die spezifischen Herausforderungen und Lösungsansätze bei der Bereitstellung von Trinkwasser im Zusammenhang mit dem Klimawandel zu erfahren. Ein weiteres Thema ist der Umgang mit Trinkwasser in der Landwirtschaft. Hierbei besuchte die Gruppe aus Mailand von einem Gymnasium mit landwirtschaftlichem Schwerpunkt, die bereits im November in Ellwangen zu Gast war, unter anderem einen regionalen Direktvermarkter mit eigener Mosterei. Weiterhin findet mit Frau Prof. Dr. Kempen, Professorin in Wirtschaftspsychologie an der Hochschule Aalen, ein Workshop zur Schulung der interkulturellen Kompetenzen statt. Durch gemeinsame Exkursionen zu Gedenkstätten, Ausflüge zu lokalen Sehenswürdigkeiten, Hospitationsstunden und Diskussionsrunden in den Gastschulen und die Unterbringung in Gastfamilien lernen die Teilnehmenden Lebensweisen in anderen Ländern kennen. Außerdem werden Produkte für einen Marktplatz entwickelt, um die Projektergebnisse der Schulgemeinschaft zu präsentieren.



Collège Canterane, Castelnau-de-Medoc (Frankreich), 2025

In der Woche vom 12. bis 16. Mai 2025 war eine 22-köpfige Schülergruppe des Collège Canterane aus Castelnau-de-Medoc gemeinsam mit ihren Lehrkräften zu Gast an der Schule St. Gertrudis, um im Rahmen des Programms Erasmus+ den gegenseitigen Kontakt und Austausch zwischen verschiedenen Nationen zu erleben. Für unkomplizierte Formen der Begegnung standen viele sportliche Aktivitäten auf dem Programm. Weitere Aspekte waren das Kennenlernen von Land und Leuten in den Familien der Austauschpartner aus den Klassen 8 des Gymnasiums und der Realschule sowie kulturelle Veranstaltungen.
Der Gegenbesuch in Frankreich unter dem Motto „Begegnung durch Spiel“ war bereits im März 2025, so dass beide Gruppen sich auch ein Bild vom jeweils anderen Schulunterricht machen konnten. Die Teilnehmenden begegneten sich hier beim Rugbyspiel, Gesellschaftsspielen oder Improvisationstheater. In Frankreich wurden zusätzlich Fahrten in die Stadt Bordeaux oder ans Meer und die Dune du Pilat, der höchsten Wanderdüne Europas, unternommen.
Zeitgleich war eine weitere Schülergruppe auf einer Begegnungsreise in Paris, wo sie sich mit gleichaltrigen französischen Schülern auf die Spuren der französischen Politikerin und Holocaust-Überlebenden Simone Weil begaben.

Von der Europäischen Union finanziert. Die geäußerten Ansichten und Meinungen entsprechen jedoch ausschließlich denen des Autors bzw. der Autoren und spiegeln nicht zwingend die der Europäischen Union oder der Nationalen Agentur wider. Weder die Europäische Union noch die Nationale Agentur können dafür verantwortlich gemacht werden.

